Krebsvorsorge

Um ernsthafte Erkrankungen möglichst früh zu erkennen, sind regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen sinnvoll. So können gut- und bösartige Erkrankungen der Brust, der Gebärmutter oder Eierstöcke schnell behandelt werden. Dafür stehen neben der Tastuntersuchung der Brust, inklusive Anleitung zur Eigenuntersuchung, der Krebsabstrich vom Gebärmutterhals und die Ultraschalluntersuchung der entsprechenden Organe zur Verfügung. Auf Wunsch erinnern wir Sie auch gerne mit unserem „Recall“-System regelmäßig an Ihre Vorsorgetermine.

ultraschall

Vorsorge und Krebsfrüherkennung / Wahlleistungen

Mit Wahlleistungen oder Igel (individuellen Gesundheitsleistungen) bezeichnet man Vorsorgeuntersuchungen, die über die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen. Sie komplettieren eine vollwertige Vorsorgeuntersuchung. Sie spiegeln den gynäkologischen Wissensstand wider und bieten zusätzlich eine hohe Sicherheit zu den von den Krankenkassen übernommenen Leistungen. Unter anderem biete ich Ihnen in meiner Praxis:

Vorsorgesonografie

Brust, Eierstöcke und Gebärmutter

Thin Prep

Mittlerweile führen wir ein deutlich verfeinertes Verfahren durch, genannt Thin Prep. Hiermit können mehr Zellen gewonnen und diese auch verbessert diagnostiziert werden.

HPV-Abstrich

Die Krebsfrüherkennung mit dem üblichen Zellabstrich in jährlichen Abständen stellt eine hervorragende Methode zur Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals dar. Wie jede Methode kann sie jedoch keine 100%ige Sicherheit gewährleisten. Humane Pappillomaviren gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell übertragen. Bestimmte Typen dieser Viren (aus der sog. Hochrisikogruppe) spielen jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen. Dies haben neueste Forschungsergebnisse gezeigt. Nahezu 30% aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens infiziert.

Der Thin Prep ist ein hochmodernes Testverfahren, erfolgt durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals und wird mittels DNA- Technologie ausgewertet. Noch bevor irgendwelche Zellveränderungen zu beobachten sind, kann der Nachweis vom Hochrisiko HPV erbracht werden. Dies ist kein Anlass zur besonderen Beunruhigung. Im Gegenteil, es bietet die Möglichkeit, vorhandene Veränderungen in einem besonders frühen Stadium zu erkennen und behandeln zu können. Zusammen mit dem zytologischen Abstrich erhöht sich die Chance für eine bestmögliche Krebsfrüherkennung und damit erfolgreiche Behandlung ganz wesentlich.

Spezielle Abstriche

zur Optimierung des Abstriches für Gebärmutterhalskrebs

Blasenkrebsfrüherkennungstest (NMP22 Bladder Check)

Mit diesem Test können auf nichtinvasive Weise bereits Frühstadien von Blasenkrebs diagnostiziert werden. Eine Urinprobe genügt. Harnblasenkrebs ist ein besonders heimtückischer Tumor, denn er kann jahrelang wachsen, ohne dass sich Beschwerden einstellen und die Betroffenen etwas davon merken. Als Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Blasenkrebs gilt das Rauchen.

Jährlich erkranken in Deutschland über 6.000 Frauen an Blasenkrebs. Die Sterberate ist fast doppelt so hoch wie bei Männern, da die Diagnose bei Frauen durchschnittlich viel später gestellt wird. Für Blasenkrebs gilt jedoch auch, was für alle anderen bösartigen Erkrankungen gilt: Je früher erkannt, desto besser sind die Behandlungs- und Heilungschancen. Folgender 8-Punkte-Test ist der erste Schritt zur Früherkennung:

  1. Haben Sie Anzeichen von Blut (rötliche oder bräunliche Färbung) im Urin?
  2. Leiden Sie an wiederkehrenden Harnwegsinfekten?
  3. Verspüren Sie häufigen Harndrang, wobei oft nur eine geringe Menge Urin entleert werden kann?
  4. Verspüren Sie Schmerzen beim Wasserlassen?
  5. Sind oder waren Sie langjährige Raucherin?
  6. Verwenden Sie regelmäßig Haarfärbemittel, vor allem dunkle Farben?
  7. Leben Sie in einer Region mit nitratbelastetem Trinkwasser?
  8. Sind oder waren Sie beschäftigt als: Friseurin, in der Chemie-, Farben-, Leder- oder Metallindustrie?

Der NMP22 Bladder-Check ermöglicht eine schnelle, frühzeitige Diagnose des Harnblasenkrebses.

Darmkrebs-Früherkennungstest

Immunologischer Stuhltest: Darmkrebs ist einer der häufigsten bösartigen Leiden in der westlichen Welt. Betrachtet man beide Geschlechter zusammen, so steht er an der Spitze aller Krebserkrankungen. In der Bundesrepublik befällt die Krankheit jedes Jahr über 40 000 Menschen und bleibt dabei oft viel zu lange Zeit unentdeckt. Ein immunologischer Stuhltest auf Blut im Stuhl bietet gegenüber der bisherigen Methode eine wesentlich verbesserte Früherkennung von:

• Blutungsquellen im Dünn- und Dickdarm
• Kolorektalen Karzinomen und Adenomen
• Risikogruppen

Er kann menschliches vom tierischen Blut unterscheiden und ist somit deutlich sicherer als der alte Hämoccult-Test. Zudem muss er nur an einem Tag durchgeführt werden.

Impfungen

Präventive Impfung gegen häufig wiederkehrende Scheidenentzündungen und Harnwegsinfekte. Gynatren®: Fast fünf Millionen Frauen erkranken jährlich an einer Scheidenentzündung (Kolpitis). Die Erkrankung ist für die betroffenen Frauen belastend und beeinträchtigt häufig auch die Partnerschaft. Eine Lokalbehandlung sichert oft nur einen momentanen Erfolg. Immer wiederkehrende Infektionen erschweren die Therapie dieser Erkrankung.

Gynatren® hilft bei diesen wiederkehrenden Entzündungen. Dieser biotechnologisch optimierte Impfstoff bewirkt eine Antikörperbildung gegen krankmachende Scheidenkeime und regeneriert die normale Scheidenflora. Strovac®: Dieser Impfstoff immunisiert gegen immer wiederkehrende Harnwegsinfektionen.

Laboruntersuchungen

Gesundheitscheck, Hormonwerte, etc.

Legen und Entfernen von Spiralen
Wahlleistungen in der Schwangerschaft

Test auf spezielle Infektionen in der Schwangerschaft:

Toxoplasmose:
Die Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Erreger „Toxoplasma gondii“ von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden kann. Eine Infektion erfolgt durch Katzenkontakt (Katzenkot) oder den Genuss von rohem Fleisch (Mett oder Tartar) oder nicht durchgebratenem Rindfleisch.

In Deutschland haben ca. 45-50% der Frauen im gebärfähigen Alter diese Erkrankung unbemerkt durchgemacht und sind daher geschützt. Bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft können schwere Missbildungen und Gehirnschäden und Erblindung bei Ungeborenen entstehen. Durch eine Blutentnahme zu Beginn der Schwangerschaft können wir frühzeitig feststellen, ob bereits Antikörper gegen Toxoplasmose gebildet wurden. Bei fehlender Immunität sollten im Verlauf der Schwangerschaft weitere Kontrolluntersuchungen folgen.
Im Falle einer Infektion stehen Antibiotika zur Verfügung.

B-Streptokokkenabstrich ab der 35. Schwangerschaftswoche
Bei 20 -36 % der schwangeren Frauen finden sich Streptokokken der Gruppe B im Genitalbereich. Diese Bakterien sind normalerweise harmlose Besiedler der Vaginalschleimhaut. Schwangere können allerdings bei der Geburt das Neugeborene infizieren. Anschließend können beim Kind kurz nach der Geburt oder nach 1-6 Wochen schwere Infektionen auftreten. Die Frühinfektion geht mit Blutvergiftung (Sepsis), Lungen- und Hirnhautentzündung einher. Bei der Spätform kann das Risiko, insbesondere bei Frühgeborenen, an einer solchen Infektion zu sterben, sehr hoch sein. Aus diesen Gründen hat die Fachgesellschaft der Deutschen Gynäkologen Empfehlungen zur Vorbeugung gegen diese sog. neonatale B-Streptokokkeninfektion gegeben.

Vorbeugung gegen die B-Streptokokkeninfektion
Bei jeder Schwangeren sollte zwischen der 35. und 38. Schwangerschaftswoche ein vaginorectaler Abstrich zur Untersuchung auf B-Streptokokken abgenommen werden. Diese Abstriche werden im Labor untersucht. Sollten bei Ihnen B-Streptokokken nachgewiesen werden, wird eine Gabe von Antibiotika unter der Geburt empfohlen, damit das Risiko für das Kind, sich zu infizieren, minimiert wird. Teilen Sie auch der Klinik mit, wenn bei Ihnen B-Streptokokken bei der Vorsorgeuntersuchung gefunden worden sind.

Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen
Sie dienen der noch besseren Beurteilung der kindlichen Entwicklung. Die werdenden Eltern können im „Babyfernsehen“ ihr Kind in Aktion sehen.

3D/4D Ultraschall in der Schwangerschaft
Dies ist eine neue bahnbrechende Technologie in der Pränataldiagnostik. Dabei wird die 3D Ultraschalldiagnostik um die vierte Dimension, der Zeit, erweitert. Mit unserem High End Gerät ist es uns heute möglich, Ihnen Ihr ungeborenes Kind an einem großen Monitor in Echtzeit zu präsentieren. Die besten Bilder entstehen in der 22. – 26. SSW.

Akupunktur in der Schwangerschaft
Akupunktur gehört zu den ältesten medizinischen Heilverfahren. Die Akupunktur kann bei Beschwerden in der Schwangerschaft und zur Geburtserleichterung eingesetzt werden. Die Methode ist arm an Risiken und belastet das Baby nicht.

Geburtserleichterung
Eine kontrollierte Studie, die an der Frauenklinik in Mannheim durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass die Akupunktur bei Erstgebärenden die Eröffnungsphase des Muttermundes um durchschnittlich zwei Stunden verkürzt. Man nimmt an, daß das zum einen an der schon vor der Geburt meßbaren Verkürzung des Muttermundes liegt, zum anderen an den im Vergleich zu nichtakupunktierten Frauen regelmäßigeren Wehenverläufen. Eine Akupunkturbehandlung zur Geburtserleichterung wird ab der 36. Schwangerschaftswoche begonnen. Sie wird einmal pro Woche durchgeführt.